Katastrophale Entwicklungen
Im Jahr 2011 jährt sich der 11. September zum zehnten und die Katastrophe von Tschernobyl schon zum 25. Mal. Dass wir uns an solche Tage erinnern, zeigt, welche Auswirkungen solche Katastrophen haben können, im Gedächtnis, aber auch im wirklichen Leben. Im letzten Jahr hat eine Katastrophe ganz in unserer Nähe die Aufmerksamkeit auf sich gezogen: Bei der Loveparade in Duisburg starben 21 Menschen in einer Massenpanik.
Auch in diesem Jahr konnten wir schon einige katastrophale Entwicklungen beobachten: In Japan überschlugen sich Anfang des Jahres die Ereignisse. Eines der schwersten bekannten Erdbeben, ein zerstörerischer Tsunami, eine Reaktorkatastrophe, die immer noch andauert und deren Folgen einen Wendepunkt markieren: Deutschland beendet die friedliche Nutzung der Atomkraft und weltweit wird zumindest mancherorts auch darüber nachgedacht.
Katastrophal waren auch die Geschehnisse in Norwegen im Juli, als ein unauffälliger Rechtsradikaler ganz Europa in ungläubiges Grübeln versetzte, indem er nicht nur eine Autobombe in Oslo zündete, sondern danach mehr als 60 Jugendliche erschoss.
Katastrophen sind immer auch persönlicher Art. Wenn liebe Menschen sterben, wenn Beziehungen enden, wenn vertraute Menschen einen enttäuschen, dann erleben die Betroffenen das viel intensiver als die, die davon bloß hören. Und die Auswirkungen sind im kleineren Rahmen nicht weniger folgenschwer.
Katastrophen finden immer statt, sie umgeben uns überall, nur sind sie nicht immer für alle Menschen von gleicher Bedeutung. Doch je mehr Menschen betroffen sind, desto größer ist die Aufmerksamkeit und desto länger bleibt sie in Erinnerung. Die persönlichen Katastrophen, die damit einher gehen, sind unzählbar.
Der Film lebt natürlich von Katastrophen. Eine (kleine oder große) Katastrophe bildet meist den Fixpunkt einer Geschichte und der Film läuft entweder darauf zu, beschreibt sie oder erzählt ihre Folgen. Am einfachsten verdeutlicht das das Genre “Katastrophenfilm“. Was Ihr daraus macht, sollte sich aber nicht ausschließlich mit dieser simplen Betrachtung des Themas “Katastrophe” zufrieden geben. Nehmt es auseinander, setzt es für Euch neu zusammen. Erzählt Eure Katastrophe, die von anderen, berichtet von großen und kleinen Katastrophen.